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Häufige Fragen zu Babyzeichen 

Wird durch Babyzeichensprache das Sprechen lernen verzögert?

Nein, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen könnte. Das Gegenteil ist eher der Fall. Da Zeichen und Wörter immer zusammen gebraucht werden, ersetzt die Zeichensprache die gesprochene Sprache nicht. Vielmehr versucht sie eine Brücke zu schlagen zwischen einer stark eingeschränkten Kommunikation im frühen Babyalter bis zur voll ausgebildeten Sprache des Kleinkindes. Zudem sollte für hörende Babys nicht die Perfektionierung der Handzeichen, sondern immer die gesprochene Sprache sein! Darauf sind auch die entsprechenden Bücher und Kursangebote ausgerichtet.

Wenn wir Zeichensprache benutzen, reden wir dann nicht automatisch weniger mit unserem Kind? Auch hier ist eher das Gegenteil der Fall. Zeichen und Wort sind immer als Einheit zu sehen. Wir sprechen und verstärken gleichzeitig die Hauptwörter unserer Aussage, indem wir hierfür die entsprechenden Babyzeichen einsetzen. So sprechen Eltern, die mit ihren Babies Zeichensprache benutzen, viel bewusster mit ihnen und achten darauf, was sie sagen und wie sie etwas ausdrücken. Außerdem beobachten sie häufig ihre Babies genauer und deren Versuche, sich auszudrücken. Die Kommunikation nimmt durch den Einsatz der Zeichensprache nicht ab, sondern sie wird um vieles erleichtert, wird bewusster und macht für alle einfach mehr Spaß.

Wie können auch Babies von berufstätigen Eltern von der Zwergensprache profitieren? Ganz einfach - indem Sie die Babyzeichen während Ihrer gemeinsamen Zeit benutzen. Es ist ganz leicht und braucht keine extra Zeit. Lassen Sie die Zeichen einfach in Ihre normale Unterhaltung beim Anziehen, Windeln Baden, Essen und der Gute-Nacht-Geschichte einfließen. Es wird Ihre Kommunikation ohne Zweifel bereichern und den Alltag erleichtern, weil Ihr Kind weniger frustriert ist und seine Bedürfnisse mitteilen kann.

Ist Zeichensprache nicht nur für taube und hörgeschädigte Kinder gedacht? Ursprünglich schon. Die Zeichen- oder Gebärdensprache ist das Kommunikationsmedium für taube ode hörgeschädigte Menschen. Viele Eltern vereinfachen deshalb Zeichen, die für kleine Babys noch zu schwierig nachzuahmen sind. Eben weil die Kinder aber ihre Hände viel früher als ihre Sprechmuskeln gezielt einsetzen können, bietet es sich an, die Vorteile der Zeichensprach auch für hörende Kinder und ihre Eltern zu nutzen.

Wie lange wird mein Kind die Zeichensprache zur Kommunikation einsetzen? Hört es irgendwann damit auf? Solange bis es die gesprochene Sprache gut beherrscht. Auch das ist natürlich individuell sehr verschieden. Lernt es sprechen, wird es eine Zeitlang sowohl Zeichen als auch Wort gleichzeitig benutzen. Wenn es sich mit Worten deutlich ausdrücken kann und damit das erreicht, was es will, werden die Zeichen nach und nach verschwinden. Wenn ein neues Geschwisterchen zur Welt kommt, können die größeren Kinder in die Kommunikation mit dem neuen Baby einbezogen werden. Stellen Sie sich vor, wie wichtig und bedeutend sich dann der große Bruder oder die große Schwester fühlen werden. Das erleichtert die neue Situation natürlich gewaltig und begünstigt eine enge Bindung zwischen den Geschwistern.

Woher stammt die Idee der Babyzeichensprache? Die Idee der Anwendung der Zeichensprache auch für hörende Babies wird seit den 80er Jahren vor allem in Amerika und England erforscht. Man stellte fest, dass hörende Babies, von denen mindestens ein Elternteil taub war, viel früher kommunizieren konnten als deren gleichaltrige kleine Kollegen.

Stimmt es, dass Zwergensprache die berüchtigten „Trotzanfälle" verhindern kann? Nicht komplett, aber sie werden auf jeden Fall verringert und für den Rest der Familie erträglicher. Unsere kleinen Kinder haben schon einen enorm großen passiven Wortschatz und verstehen unheimlich viel. Doch sind sie lange Zeit nicht in der Lage zu sprechen. Lernen Sie dann die ersten Wörter, hinkt auch hier ihr Sprachvermögen dem Wortschatz hinterher, um genauso viel auszudrücken, wie sie sagen möchten. Das ist natürlich frustrierend. Vor allem, wenn es darum geht, seinen kleinen Willen zu bekunden. Je besser Sie Ihr Kind verstehen und auf seine Bedürfnisse und Wünsche eingehen können, desto seltener wir es also Wutanfälle haben. Dies setzt natürlich voraus, dass sich Ihr Kind Ihnen verständlich mitteilen kann. Babyzeichen sind der ideale Weg dorthin.

Einige Passagen der Texte zu Babyzeichen stammen aus folgendem Buch:
"Kleines Wörterbuch der Babyzeichen
Mit Babys kommunizieren bevor sie sprechen können"
Von Vivian König
Verlag: Karin Kestner
Erschienen: 2005
ISBN: 3-00-015931-2
Einband: kartoniert
Umfang: 130 Seiten, 70 Fotos, 21 × 15 cm
Preis: € 17,50

Wann kann ich mit Babyzeichen beginnen? 

Mit der Zeichensprache können Sie beginnen, sobald Ihr Kind seine Hände gezielt einsetzen kann. Dann ist es auch in der Lage, Babyzeichen zu formen um sich Ihnen mitzuteilen. Meist ist dies ab einem Alter von 6 - 9 Monaten der Fall. Sie als Eltern können natürlich schon früher die Babyzeichensprache lernen. Dann haben Sie bereits das Rüstzeug für die wichtigsten Zeichen erworben und können diese bereits in Ihren Alltag einbinden und sich so daran gewöhnen.

Viele Eltern bringen ihren Kindern schon sehr früh das Zeichen „Winke-winke" zum Verabschieden bei, genau so funktioniert es mit den anderen Zeichen. Ihr Kind wird freudig immer neue Zeichen lernen wollen und begeistert mitmachen. Auch wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Baby schon reif genug für die Babyzeichensprache ist – kein Problem – fangen Sie einfach damit an. Sie können nichts falsch machen, Sie müssen eventuell nur ein bisschen länger auf Babys erstes Zeichen warten.

Auch wenn Ihr Kind schon älter ist, kann es trotzdem von Babyzeichen profitieren. Fangen Sie am besten sofort damit an. Gerade ältere Babies lernen die Zeichen recht schnell und erweitern so ihren Wortschatz. Selbst wenn Ihr Kind schon einige Wörter spricht, so ist seine Kommunikation doch noch recht eingeschränkt. Die Babyzeichen bieten ihm an dieser Stelle ein noch größeres Vokabular und damit bessere Möglichkeiten, seine Wünsche auszudrücken und sich Ihnen mitzuteilen. Zudem sind einige Wörter für Kinder schwierig auszusprechen. Mit Babyzeichen können Sie trotzdem darüber „reden". Ganz klar, dass Ihr Kind dann weit weniger frustriert ist.

Wenn Sie anfangen möchten, beginnen Sie am besten mit den Zeichen, welche die Grundbedürfnisse Ihres Babies ausdrücken wie z. B. „Milch oder „Essen". Führen Sie zunächst nur ein Zeichen ein und nehmen Sie ein weiteres erst dann hinzu, wenn Ihr Kind das erste richtig im Kontext verwenden kann. Danach können Sie z. B. mit dem Zeichen für "mehr" fortfahren, oder falls Ihr Baby windelfrei aufwächst, mit Zeichen für das Ausscheidungsbedürfnis.

Ist Ihr Baby schon etwas älter, können Sie auch zwei oder drei Zeichen auf einmal einführen. Später können dann Zeichen für die Dinge hinzukommen, die Ihr Kind brennend interessieren, wie vielleicht Haus- oder Zootiere, Bauklötze oder Bilderbücher. Sehr beliebt sind die Zeichen für „Auto", „Eisenbahn" und „Flugzeug". Aber auch Sicherheitszeichen wie „Stopp" oder „heiß" sollten nicht fehlen.

Die Zeichen können Sie mit Hilfe eines Buches über Gebärdensprache lernen. Wenn Sie eine hörbehinderte Person in Ihrem Freundeskreis kennen, welche die Gebärdensprache beherrscht, wird sie Ihnen gerne die entsprechenden Zeichen zeigen. Inzwischen gibt es in Deutschland in einigen Städten auch Kurse, in denen Eltern und Kinder die Zeichensprache lernen können. Unter www.babyzeichensprache.com finden Sie weitere Informationen und Kursangeboten dazu. Auch über die Suche im Internet nach den Stichworten Babyzeichen, Babyzeichensprache oder im englischsprachigen Internet nach Baby signs können Sie sich umfassend informieren.

Quellen: Einige Passagen der Texte zu Babyzeichen stammen aus folgendem Buch:
"Kleines Wörterbuch der Babyzeichen
Mit Babys kommunizieren bevor sie sprechen können"
Von Vivian König
Verlag: Karin Kestner
Erschienen: 2005
ISBN: 3-00-015931-2
Einband: kartoniert
Umfang: 130 Seiten, 70 Fotos, 21 × 15 cm
Preis: € 17,50

Die Haptonomie

Die Haptonomie wurde von dem Niederländer Frans Veldman vor über 40 Jahren gegründet. Das Wort „Haptonomie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fühlen“, „Tastsinn“ oder auch „Mitgefühl“. Die Haptonomie ist also die Wissenschaft von der menschlichen Affektivität, das heißt, von der Fähigkeit, Gefühle zu empfinden und auszudrücken. Gleichzeitig lehrt sie auch, wie wir auf fühlende und gefühlvolle Weise mit anderen Menschen in Kontakt treten, umgehen und kommunizieren können.

Ein Teilbereich der Haptonomie beschäftigt sich mit der Kontaktaufnahme zum ungeborenen Kind im Mutterleib. Versuche, die Dr. Veldman dazu durchführte, zeigten erstaunliche Ergebnisse. Wenn ein Vater im letzten Teil der Schwangerschaft seine Hand auf den nackten Bauch der Mutter legte, konnte man auf dem Ultraschallschirm beobachten, wie das Kind sich auf die Hand zu bewegte und sich sogar daran schmiegte. Wenn der Vater die Hand wegnahm, entfernte sich auch das Kind. Das ungeborene Kind hatte also den Wunsch, mit seinen Eltern zu kommunizieren.

Eltern, die ihre Kinder vor, während und nach der Geburt haptonomisch begleiten möchten, wenden sich dafür an einen Menschen, der die Haptonomie in einer langen Ausbildung erlernt hat und dessen haptonomische Fähigkeiten gut ausgebildet sind. Diese Ausbildung dürfen Hebammen, Gynäkologen, Heilpraktiker und Psychologen erwerben. In den haptonomischen Sitzungen lernen die Eltern, in psycho-taktilen Kontakt zu ihrem ungeborenen Kind zu treten. Die Mutter lernt, mit ihrem Gefühl und mindestens einer Hand am Bauch beim Kind zu sein, möglichst immer, bei allem, was sie tut. Der Vater macht eine entsprechende Übung mit dem Baby, so oft er kann, und möglichst 30 Minuten am Tag hintereinander. So können die Eltern lernen, ihre Kinder im Bauch zur Bewegung einzuladen. Die Kinder folgen der Einladung und fühlen sich wohl, weil sie sich erwünscht und in Ihrem Dasein bestärkt und bestätigt fühlen.

Es hat sich gezeigt, dass Kinder, die auf diese Weise begleitet werden, sich schneller und harmonischer entwickeln. Sie haben eine bessere psychomotorische Koordination, sind aufmerksamer und lebhafter als Neugeborene, die keine haptonomische Begleitung hatten. Sie weisen oft einen höheren Intelligenzquotienten auf und haben weniger Gewichts- und Verdauungsprobleme.

Natürlich wirken die Vorteile der Haptonomie sich auch auf die Eltern aus. Der Vater kann auf diesem Wege eine sehr liebevolle Beziehung zu seinem Kind aufbauen. Wenn die Mutter während der Geburt in haptonomischen Kontakt zu ihrem Kind tritt, kann sie ihm helfen, ohne Stress und gerne auf die Welt zu kommen. Der von Natur aus enge Geburtskanal im Becken der Frau führt heutzutage oft zu einer schweren Geburt, einer Zangengeburt oder viel zu oft zu einem Kaiserschnitt, weil die Mutter durch Angst und Unsicherheit gehemmt ist. Durch die haptonomische Begleitung wird der Geburtskanal weich und entspannt und gibt dem Baby so die kritischen 2 cm mehr Raum. Wenn die Mutter also offen für die Kommunikation zu ihrem Baby ist, wirkt der haptonomische Kontakt zum beidseitigen Nutzen.

Nähere Informationen über die Haptonomie und die haptonomische Begleitung während der Schwangerschaft und Geburt in Deutschland können Sie unter www.haptonomie.de.vu erhalten. Dort finden Sie auch eine Liste der haptonomisch ausgebildeten Personen in Deutschland sowie eine Telefonnummer, über die Sie, am besten mit frankiertem Rückumschlag, weiteres Informationsmaterial anfordern können.

Babyzeichensprache - was ist das? 

Babyzeichensprache dient der Verständigung von Eltern und ihren Babies bevor die Kleinen sprechen können. Sie ist eine sehr wirksame Methode für die zweiseitige Kommunikation mit Ihrem (noch) nicht sprechenden Kind.

Babies können die Muskeln Ihrer Hände schon sehr früh kontrollieren und koordinieren, lange bevor sich die Muskeln entwickeln, die zum Sprechen benötigt werden. Durch das Einführen einfacher (Hand-)Zeichen und Gesten ermöglichen Sie Ihrem Baby, sich auszudrücken und seine Bedürfnisse mitzuteilen. Damit ist es in der Lage, Ihnen zu sagen, dass es etwas zu essen oder trinken möchte, dass es spielen will oder eine neue Windel braucht. So stehen Sie als Eltern oder Betreuer ihrem weinenden Kind nicht mehr ratlos gegenüber, denn es kann Ihnen jetzt sagen, was es will.

Durch den Gebrauch einfacher, auf der deutschen Gebärdensprache beruhender (Hand-)Zeichen eröffnet sich Ihnen und Ihrem Baby eine Welt der Interaktion und des gegenseitigen Verstehens. Diese so genannten Babyzeichen werden parallel zur normalen Sprache benutzt. Sie symbolisieren Gegenstände, Tätigkeiten Eigenschaften usw. aus dem Baby-Alltag. Indem Ihr Baby lernt, eine Verbindung zwischen der Bedeutung des Zeichens und dem Zeichen selbst herzustellen, ist es bald in der Lage, sich durch Babyzeichen auszudrücken.

Den Eltern hilft die Zwergensprache im Alltag mit ihrem Kind enorm und gibt ihnen außerdem einen vie besseren Eindruck von der Welt der Kleinen. Durch Babyzeichensprache lassen Sie Ihr Kind durch ein interaktive Kommunikation viel intensiver am Alltagsgeschehen und an gemeinsamen Erlebnissen teilhaben. Da stärkt natürlich auch die Bindung zwischen den Mitgliedern Ihrer Familie.

Wer sein Kind gut beobachtet, wird feststellen, dass es auch von sich aus versucht, sich mit Hilfe von Gesten und Handzeichen, Mienenspiel auszudrücken. Besonders Eltern, die ihre Kinder windelfrei aufwachsen lassen, können dadurch schnell mit ihren Kindern kommunizieren. Wenn die Eltern aber schon früh anfangen, durch Handzeichen zu kommunizieren, überbrücken Sie eine lange Zeit (über ein Jahr), die sonst von Missverständnissen, Hilflosigkeit, Wutanfällen und viel Geschrei geprägt sein kann. Durch die Verbindung von Zeichen und gesprochenem Wort fördern Sie zudem eine frühe Sprachentwicklung, einen großen Wortschatz und die Intelligenz Ihres Babies. Die aktuelle Forschung bestätigt dies immer wieder auf beeindruckende Weise.

Quellen: Einige Passagen der Texte zu Babyzeichen stammen aus folgendem Buch:
"Kleines Wörterbuch der Babyzeichen
Mit Babys kommunizieren bevor sie sprechen können"
Von Vivian König
Verlag: Karin Kestner
Erschienen: 2005
ISBN: 3-00-015931-2
Einband: kartoniert
Umfang: 130 Seiten, 70 Fotos, 21 × 15 cm
Preis: € 17,50

Windelfrei 

Millionen europäischer Mütter können doch nicht irren, wenn es um die richtige Windel oder den richtigen Zeitpunkt zum „trocken werden" geht, oder? Erst ab dem 2. Lebensjahr oder etwa später? Mit sanfter Gewalt, Ermahnungen oder antiautoritär? Leider alles falsch, denn es geht sofort nach der Geburt und - vor allen Dingen - auch ohne Windeln!

Die Autorin Ingrid Bauer beschreibt in ihrem Buch „Es geht auch ohne Windeln", wie Eltern und besonders die Mutter den Weg beschreiten können, ganz oder fast ganz ohne Windeln auszukommen. Es klingt utopisch, wird doch immer wieder behauptet, dass Babys ihre Ausscheidungsbedürfnisse nicht kontrollieren können. Dies stimmt aber nicht. Wenn wir uns Zeit nehmen, unsere Kinder zu beobachten, können wir nämlich leicht feststellen, dass schon die kleinsten Babies die dafür erforderlichen Muskeln und Körperteile sehr gut beherrschen.

Viele freie Völker wie z. B. Indianer, Aborigines, Inuit, Inder usw. in der Welt benutzen keine Windeln bei der Pflege ihrer Kinder. Wenige fragen sich aber in den zivilisierten Längern, wie diese Völker das „Problem" lösen können. Es löst sich von alleine, den das Baby teilt eindeutig der Mutter mit, wenn es ausscheiden möchte, nur wenn diese Signale überhört werden, dann macht es einfach unter sich. Das Problem sind also die Mütter und nicht die Kinder und diese sind es, die wieder lernen müssen, auf ihr Kind zu hören.

In ihrem Buch beschreibt Ingrid Bauer zuerst die Entstehung und die Grundlagen der natürlichen Babypflege. Danach geht sie zum Praxisteil über, in dem man lernen kann, wie man vorgehen sollte und was man beachten muss, damit es klappt. Die Methode erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und viel Zeit. Dauerhafter Körperkontakt mit dem Baby ist sehr wichtig, damit die Mutter ihr Baby genau beobachten und lernen kann, seine Signale entsprechend zu interpretieren.

Die ersten 2-4 Monate sind dem Training der Eltern gewidmet. Mit Hilfe der drei zentralen Säulen Timing, Intuition und Kommunikation lernt die Mutter, auf die Signale des Kindes einzugehen. Der erste Schritt dabei ist, das Kind zu Hause zumindest tagsüber ohne Windel sein zu lassen. Am Anfang wird es noch einige kleine Malheurs geben, aber danach wird das Baby trocken, denn nach dieser Zeit erkennt die Mutter (oder der Vater) sicher die Anzeichen, wenn das Baby „Pipi" oder „Kaka" machen möchte.

Diese Form der vertrauensvollen Kommunikation mit dem Baby, ist ein ganz besonderes Element für die spätere Erziehung und den wachsenden Menschen selbst. Sich lösen können, anstatt zu verkrampfen stellt den großen Unterschied dar, wenn es um die natürliche Babypflege geht.

Auch wer nicht unbedingt die Bücher zum Thema kaufen möchte, findet im Internet unter den Stichworten "windelfrei" oder englisch "elimination communication" eine Fülle von Informationen und Erfahrungsberichten. Wer Zeit hat, sollte sich also die Zeit nehmen und sein Baby windelfrei aufwachsen zu lassen!

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