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Braucht mein Baby einen Zeitplan? 

Vor der Geburt Ihres Babys konnten Sie einfach vorauszusagen, wie Ihr Tag verlaufen würde. Jetzt, wo ein neuer, einzigartiger Mensch in Ihr Leben getreten ist, hat sich alles verändert, einschliesslich Ihres Tagesablaufs. Möglicherweise ist der Rhythmus Ihres Babys sehr unterschiedlich zu dem, den sie erwarteten bevor es da war. Vielleicht ist Ihnen auch noch nicht klar, dass jedes Kind anders ist und gesunde, voll ausgetragene, gestillte Babys mal jede Stunde oder mal alle vier Stunden trinken möchten und gut gedeihen. Die täglichen Stillzeiten werden von Baby zu Baby und von Tag zu Tag variieren. Das Leben mit einem Neugeborenen kann sehr unvorhersehbar sein.

Hier sind einige Ideen, mit denen Sie den Herausforderungen des Lebens mit einem Baby begegnen können:

Wenn wohlmeinende Freunde oder Verwandte Sie drängen, Ihr Kind nach Zeitplan zu stillen, überlegen Sie, ob ein Zeitplan wirklich die Bedürfnisse Ihres Babys berücksichtigen würde oder ob er eher für andere Erwachsene angenehm ist. Auch einige Erziehungsmethoden schlagen einen sehr strengen Zeitplan für Kinder unter einem Jahr vor. Die Beschränkung der Zeit an der Brust wie auch die Verlängerung der Zeiabstände zwischen den Stillmahlzeiten birgt jedoch große Gefahren für das gestillte Baby. Anstatt auf die Uhr zu schauen, sollte eine Mutter eher beobachten, ob ihr Baby Anzeichen von Hunger zeigt, wie der Suchreflex, kauen oder saugen an Händen oder Fingern, oder weinen. Weinen ist das letzte Signal dafür, dass Ihr Baby hungrig ist und Sie sollten sofort darauf reagieren, indem Sie es stillen.

Gesunde, voll ausgetragene Kinder müssen alle zwei bis drei Stunden in 24 Stunden trinken. Dies bedeutet acht bis zwölf Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden. Ihr Neugeborenes sollte mindestens alle 3 Stunden stillen, aus zwei bedeutsamen Gründen:

1. Ihr Neugeborenes braucht häufige Mahlzeiten für ausreichende Nahrung und Flüssigkeitszufuhr.
2. Häufige Stillmalzeiten gewährleisten eine ausreichende Stimulation Ihrer Brust um eine volle Milchproduktion aufzubauen.

In den ersten Wochen muss Ihr Baby 10-12 mal pro Tag gestillt werden. Während es wächst und sein Magen größer wird, werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten nach und nach länger. Jeder Zeitplan, der Babys unter sechs Wochen davon abhält, mindestens alle zwei bis drei Stunden (oder sogar weniger bei Wachstumsschüben) zu stillen, können eine zu niedrige Gewichtszunahme zur Folge haben. Forschungen zeigen, dass die Einschränkung der Zeit an der Brust und die Verlängerung der Zeit zwischen den Mahlzeiten nicht nur die Milchproduktion schwächt, sondern auch den Fettgehalt der Milch senken. Für ein gesundes, gedeihendes Baby stillen Sie deshalb am besten nach Babys eigenem Plan.

Quelle: http://www.lalecheleague.org/FAQ/schedule.html

Wann wird mein Baby durchschlafen? 

Genau so wie Sie nicht wissen können, wann Ihr Baby zum ersten Mal lächelt oder beginnt, zu sprechen, oder sich entschließen wird, sein Vormittagsschläfchen aufzugeben, gibt es keine Möglichkeit, vorauszusagen, wann Ihr Baby durchschlafen wird. Noch wichtiger ist, dass es kein “richtiges” Alter gibt, in dem es durchschlafen sollte. Wie mit jedem Entwicklungsschritt kann Ihr Baby früher oder später als andere Babys neue Fähigkeiten entwickeln.

In den ersten Wochen denken Sie daran, dass Ihr Baby vielleicht nicht genügend Nahrung bekommt, wenn es durchschläft. Gestillte Babies müssen mindestens 8-12 mal innerhalb 24 Stunden trinken, gewöhnlich alle zwei bis drei Stunden. Die meisten Babies werden nach und nach für längere Zeiträume in der Nacht schlafen, aber sie werden über Monate hinweg die nächtlichen Stillmalzeiten brauchen. Das ist gesund und richtig für sie und entspricht ihrer biologischen Einstellung.

Vielleicht haben Sie gehört, dass Ihr Baby in der Nacht länger schlafen wird, wenn es Brei bekommt. Dies ist wie viele Ammenmärchen dieser Art nicht richtig. Das unreife Verdauungssystem eines Babys ist nicht bereit für feste Nahrung bis etwa in der Hälfte des ersten Lebensjahres, und die zu frühe Einführung von fester Nahrung könnte das Bäuchlein Ihres Babys sogar reizen.

Nachts geweckt zu werden kann Mütter (und Väter) tagsüber müde machen. Besonders während der ersten Wochen sollten Sie versuchen, immer zu schlafen, wenn Ihr Baby schläft. Widerstehen Sie der Versuchung, ein Nickerchen des Babys dafür zu benutzen, etwas geschafft zu kriegen. Stellen Sie alle unwichtigen Haushaltspflichen zurück, sagen Sie Ihren Freunden und Verwandten, dass Sie helfen können, indem Sie Mahlzeiten vorbeibringen, Besorgungen machen oder putzen. Wenn Sie sich zum Stillen mit dem Baby hinlegen, können Sie auch so ein wenig zusätzliche Ruhe bekommen.

Viele Mütter finden, dass die nächtliche Betreuung ihres Babys viel weniger ermüdend ist, wenn sie es in der Nacht bei sich haben. Seit den ältesten Zeiten haben Babys und Mütter nahe beieinander geschlafen. Die Idee, dass ein Baby allein in eine Wiege gehört, ist ziemlich neu. Viele Eltern fanden das “Familienbett” eine gute Möglichkeit, die nächtlichen Bedürfnisse des Babys mit sehr wenigen Unterbrechungen des Elternschlafes zu erfüllen. Sich einfach umzudrehen und Ihr Baby zu stillen und sanft wieder einzuschlafen ist viel einfacher (und wärmer im Winter!) als aufzustehen, zur Wiege zu gehen, sich zum Stillen hinzusetzen und dann zu versuchen, Sie beide wieder einschlafen zu lassen.

Manche Experten glauben, dass Eltern Ihren Kindern beibringen sollten, sich selbst wieder in den Schlaf zu trösten wenn sie nachts aufwachen, und manche gehen sogar so weit, vorzuschlagen, wie lange die Eltern ihre Kinder schreien lassen dürfen, bevor sie getröstet werden dürfen. Obwohl solche Methoden für manche Familien funktionieren mögen, haben viele andere Mütter und Väter ihren Frieden gefunden, indem sie ihren Instinkten vertrauen und auf das Schreien ihres Babys sofort reagieren. Es ist auch hilfreich, sich daran zu erinnern, dass das Schlafmuster eines Babys sich sehr von dem der Erwachsenen unterscheidet, und ein junges Baby MUSS nachts aufwachen, um genügend Nahrung zu bekommen.

Quelle: http://www.lalecheleague.org/FAQ/sleep.html

Wie oft sollte ich mein Baby stillen? 

Jedes Baby ist anders! Manche gesunde, voll ausgetragene Babys wollen einmal jede Stunde und andere nur alle vier Stunden stillen und gedeihen trotzdem. Die täglichen Stillzeiten unterscheiden sich von Baby zu Baby und von Tag zu Tag. Muttermilch wird oft innerhalb von 90 Minuten nach dem Stillen verdaut. Deshalb sollten Mütter lieber auf Hungerzeichen beim Neugeborenen achten als auf die Uhr. Solche Zeichen sind der Suchreflex, kauen und saugen an den Händen und Fingern, oder Weinen.

Solange das Baby genügend Milch bekommt, kann die Mutter den Zeichen ihres Babys folgen und es einfach nach Bedarf stillen. Sie können erkennen, ob Ihr Baby genügend Milch bekommt, wenn es nach dem Milcheinschuss einige Tage nach der Geburt 6-8 nasse Stoffwindeln oder 5-6 nasse Einwegwindeln sowie 2-5 Stuhlgänge pro Tag hat. Gestillte Kinder regeln ihre Ernährung selber, indem sie bei jeder Mahlzeit und von jeder Brust nehmen, was sie brauchen. Die Amerikanische Akademie der Kinderärzte empfiehlt, dass jedes gesunde, voll ausgetragene Baby 8-12 mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden sollte. Dies bedeutet alle zwei bis drei Stunden eine Stillmahlzeit.

Wenn Ihr Baby also in den ersten Wochen nicht mindestens 8-12 mal innerhalb von 24 Stunden stillt, kann es nötig sein, dass Sie es wecken, damit es öfter trinken und genügend zunehmen kann. Ihre Stillberaterin kann Ihnen Tipps dazu geben, wie Sie ein schläfriges Neugeborenes wecken können.

Manche Mütter machen sich Sorgen wenn ihr Baby öfter als alle zwei Stunden gestillt werden möchte. Während der ersten Monate möchten viele Babys zu bestimmten Tageszeiten sehr oft gestillt werden, während sie zu anderen Tageszeiten längere Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten haben. Diese unterschiedliche Häufigkeit der Stillmahlzeiten wird "Cluster Feeding" genannt und ist normal. Viele Stillprobleme, einschließlich derer, die man zu vieler Milch oder zu weniger Milch zuschreibt, können deshalb einfach durch häufigeres Stillen gelöst werden.

Babys, die häufig stillen und dabei richtig angelegt werden, bekommen viel Milch weil die Milchproduktion der Mutter durch die häufige Stimulierung gesteigert wird. Forschungen zeigen, dass die Einschränkung der Zeit an der Brust und die Verlängerung der Zeit zwischen den Mahlzeiten nicht nur die Milchproduktion schwächt, sondern auch den Fettgehalt der Milch senkt, was zu einem hungrigen, weinenden Baby führt. Während Babys wachsen und ihre Mägen größer werden, kommen sie auf natürliche Weise mit längeren Zeiten zwischen den Stillmahlzeiten aus und entwickeln regelmäßigere Stillzeiten. Wachstumsschübe können diese regelmäßigen Stillmuster unterbrechen, aber gewöhnlich sind sie nur von kurzer Dauer.

Wenn Sie über die Stillhäufigkeit Ihres Babys beunruhigt sind, bitten Sie eine Stillberaterin der La Leche Liga oder der AFS um Hilfe. Diese Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich und bieten auch Stilltreffen an, bei denen Sie andere stillende Mütter kennen lernen und sich austauschen können. Stillgruppen in Ihrer Nähe finden Sie im Internet unter www. lalecheliga.de oder www.afs-stillen.de.

Quelle: http://www.lalecheleague.org/FAQ/frequency.html

Werde ich mein Baby verwöhnen wenn ich es so oft stille? 

Ein Baby nach Bedarf oder auf Verlangen zu stillen sichert nicht nur eine großzügige Milchproduktion (je mehr das Baby saugt, desto mehr Milch produziert Ihre Brust), es hilft Ihnen auch, Ihr Kind zu trösten, einen Schmerz zu lindern oder einfach die menschliche Nähe zu bieten, die Ihr Baby braucht. Sein Mund ist der empfindlichste Teil seines Körpers und Saugen ist angenehm für Ihr Baby. Im Gegensatz zu einem Schnuller, welcher auf den Boden fallen und schmutzig werden kann, ist Ihre Brust immer sicher. Es ist nicht nötig, auf die Uhr zu schauen. Beobachten Sie, was Ihr Baby Ihnen sagt. Er ist vielleicht durstig, will einen Imbiss oder eine ganze Mahlzeit.

Ein Baby in der Nacht zu betreuen kann die größte Herausforderung im Leben der neuen Eltern bedeuten, besonders wenn Freunde und Verwandte Ihnen sagen, dass Sie Ihr Kind verwöhnen, wenn Sie es immer hochnehmen und stillen wenn es weint. Einige Leute sagen Ihnen vielleicht, das Baby müsse lernen, sich in der Nacht selbst zu trösten, damit es ohne Sie wieder einschlafen kann. Für manche Familien funktionieren diese gefühllosen Methoden vielleicht, aber viele Mütter finden es einfacher und bequemer, einfach auf das Weinen des Babys zu reagieren, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit sie es hören.

Für viele von uns ist das Familienbett in seinen verschiedenen Formen der einfachste Weg, die Bedürfnisse unseres Babys in der Nacht zu erfüllen und dabei unseren eigenen Schlaf so wenig wie möglich zu unterbrechen. Hier ist eine "Was wäre wenn"-Frage, die Müttern manchmal hilft, ihrem Herzen zu vertrauen und sich nicht mehr darum zu sorgen, ob sie ihre Babys verwöhnen. Stellen Sie sich vor, Sie wären verängstigt oder traurig genug um zu weinen. Was wäre wenn ein anderer Erwachsener, den Sie lieben, wüsste, dass Sie weinen, aber sie nicht umarmen wollte, sondern Sie daran erinnert, dass er sich ja erst vor einer Stunde umarmt hat? Irgendwann würden Sie wahrscheinlich von selber aufhören zu weinen, aber würden Sie sich nicht besser fühlen, wenn der andere Erwachsene sie getröstet hätte, als Sie es brauchten?

Seit ältesten Zeiten haben Mütter immer gewusst, und Forschungen bestätigen dies jetzt, dass Babies am glücklichsten, gesündesten, klügsten sind, wenn sie so oft wie möglich in engem Kontakt zur Mutter oder einem anderen Familienmitglied gehalten werden. Schlafend oder wach, glücklich oder traurig, wollen Babies Ihre warme Umarmung spüren und riechen. Forschungen zeigen, dass Babies schneller wachsen und die Welt einfacher kennen lernen wenn sie sich auf der gleichen Ebene mit der Mutter befinden. Es gibt mehr für das Baby zu sehen, wenn es bei Ihnen ist, während Sie ihrer täglichen Arbeit nachgehen, als wenn es flach in einer Wiege oder einem Kinderwagen liegt. Babies weinen viel weniger und verbrauchen so viel weniger Energie. Viele Neugeborene schlafen viel tiefer wenn sie am Körper getragen werden. Diese Herangehensweise respktiert die Gefühle des Babys und wird manchmal auch “Attachment Parenting” (Liebevolle Kinderbetreuung) genannt.

Um mehr zu schaffen, während Sie ihr Baby bei sich haben, besorgen Sie sich ein Tragetuch oder eine Babytrage oder eine sogenannte Sling. Diese besonderen Schultertragen sind flexibler als Bauch- oder Rückentragen, weil sie Ihr Baby einfach und diskret stillen können wenn es darin liegt und das Baby kann bis zu 15 Kg in vielen verschiedenen Positionen getragen werden (mit dem Gesicht nach vorne oder zur Mutter, die Wiegeposition, auf der Hüfte). Man kann sie über die LLL-Stillberaterinnen und besonders im Internet kaufen. Viele frühgeborene Kinder können die Vorteile dieser Trageweise genießen, wenn sie stark genug sind. Dabei ist Hautkontakt innerhalb der Kleidung der Eltern ist optimal, was auch Cangaroo Care genannt wird.

Die Erfahrung der La Leche Liga zeigt, dass Kinder, die auf diese liebevolle und intuitive Weise betreut werden, sehr selbstbewusst und unabhängig werden, wenn sie größer sind. Sie lernen, der Welt und anderen Menschen zu vertrauen und fühlen sich selbst "richtig". Diese frühen Gefühle der Liebe, Sicherheit und Respekt werden sich im Bewusstsein Ihres Kindes einprägen und das sein, wonach es sucht, wenn es bereit ist für erwachsene Beziehungen. Es beginnt alles mit Ihnen, der Mutter!

Quelle: http://www.lalecheleague.org/FAQ/spoil.html

Wird mein Leben einfacher, wenn ich abstille? 

Denken Sie daran, Ihr Kind abzustillen? Ihr Kind mag einige Wochen oder Monate alt sein, oder ein gestilltes Kleinkind. Manche Mütter entscheiden sich, weiterzustillen, bis ihr Kind sich selbst abstillt. Dies nennt man natürliches Entwöhnen oder kind-gesteuertes Abstillen. In der modernen westlichen Gesellschaft ist dies ungewöhnlich, im Rest der Welt aber ist es die Norm.

Wenn Sie ans Abstillen denken, sollten Sie sich einige Fragen stellen. Sind Sie noch in den ersten Wochen und haben Schwierigkeiten beim Stillen? Vielleicht würden Sie gerne länger stillen, aber Sie fühlen sich überwältigt oder unwohl? Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wird Stillen für mindestens ein Jahr empfohlen. Zögern Sie deshalb nicht, eine Stillberaterin oder Hebamme um Hilfe zu bitten, wenn Sie Probleme haben. Oft hilft es schon, wenn Sie offen mit einer Person über Ihre Probleme sprechen können, die auch schon durch diese Phase gegangen ist.

Wenn Ihr Kind etwas älter ist und Sie es abstillen möchten, prüfen Sie Ihre Gründe dafür. Fühlen Sie sich angebunden? Ist es schwer, allein auszugehen? Vielleicht können Sie mehr zusammen mit Ihrem Baby unternehmen und dadurch das Gefühl des Eingesperrt-seins überwinden. Lernen Sie, Ihr Baby mit einem Tragetuch oder einer Babytrage mitzunehmen, wenn Sie spazieren gehen. In Spielkreisen oder Stillgruppen können Sie andere Mütter kennen lernen, mit denen Sie zusammen mit den Kindern spazieren gehen können, oder einfach nur telefonieren oder mailen, damit Sie in Verbindung zur Außenwelt bleiben.

Auch wenn Ihr Baby noch sehr klein ist, finden Sie es vielleicht einfach, zusammen mit Ihrem Partner auszugehen. Ein gestilltes Kind ist einfach mitzunehmen. Sie können immer noch in ein Restaurant oder ins Kino gehen. Wechseln Sie sich beim Tragen des Babys ab. Viele Babys schlafen nach dem Stillen in einem dunklen Kino ein.

Fühlen Sie sich von anderen Familienmitgliedern unter Druck gesetzt? Oft drängen Großmütter oder Freunde dazu, endlich abzustillen. Personen, die nie oder nur einige Wochen gestillt haben, wissen meist wenig über die Vorteile des langen Stillens. Versuchen Sie, sich gegen solche Kritik zu wappnen. Ihre Stillberaterin kann Ihnen hierfür gute Tipps für den Umgang damit geben.

Wenn Sie wirklich glauben, dass Abstillen Ihr Leben leichter machen wird, stellen Sie sich vor, was Sie erwartet. Sie werden immer noch ein Baby haben, das ernährt werden muss. Wenn es unter einem Jahr alt ist, müssen Sie mit den Ausgaben für mehrere Flaschen künstlicher Babynahrung pro Tag rechnen. Ihr Baby braucht immer noch Ihre Nähe und will beschützt und getröstet werden. Stillen kann dafür eine Art Allheilmittel darstellen. Es beruhigt einen Wutanfall, schläfert es ein, ernährt ein krankes Baby, das vielleicht andere Nahrung ablehnt, bietet Sicherheit auf Reisen usw. Sie werden immer noch eine Mutter sein, wenn Sie abstillen, Ihr Kind wird Sie immer noch brauchen.

Wenn Sie sich wirklich ausgebrannt und erschöpft fühlen, brauchen Sie Hilfe. Vielleicht gibt es ein 9 oder 10 Jahre altes Mädchen in Ihrer Nachbarschaft, das sich um das Baby kümmern kann, während Sie sich ein wenig ausruhen oder Ihre Hausarbeit verrichten. Wenn das Baby Hunger hat, wird es zu Ihnen gebracht. Solche jungen Damen können überraschend mütterlich und verantwortungsvoll sein. Und die Babies mögen Sie sehr gerne, weil sie so schön mit ihnen spielen können.

Die Vorteile des Stillens dauern so lange, wie das Kind gestillt wird und oft länger. Denn Stillen ist das beste Antistressmittel für die Mutter, das es gibt.

Das englische Original dieses Artikels finden Sie unter http://www.lalecheleague.org/FAQ/wean.html